Der Kreuzbandriss ist eine häufige Lahmheitsursache beim Hund.


Der Mensch steht senkrecht auf seinen Beinen, der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel beträgt 
180°. Beim Hund (Kniegelenkswinkel 119° - 122°) entsteht durch die Biomechanik bei Belastung eine nach
vorne gerichtete Schubkraft. Diese führt bei Kreuzbandriss zu einer Instabilität.

Die Diagnose Kreuzbandriss wird bei der klinisch-orthopädischen Untersuchung festgestellt.
Beim Durchtasten des Knies ist eine deutliche Rutschbewegung festzustellen (Schubladenphänomen).

Folgeschäden sind:
Arthrose, Knorpel- und Meniskusschäden sowie Muskelschwund an der entsprechenden Extremität.
Der Hund verspürt starke Schmerzen.


Kreuzbandoperationen werden in unserer Klinik seit 1990 durchgeführt. Die früheren OP-Techniken
wie z.B. die extrakapsulären Techniken mit Kapsel- und Fascienraffung und der laterale Fadenzügel 
nach de Angelis waren speziell bei mittelgroßen und großen Hunderassen nicht zufriedenstellend.


TTA (Tuberositas Tibiae Advancement)

In der Kleintierklinik der Universität Zürich wurde 2002 eine Operationsmethode entwickelt, welche die
Biomechanik noch besser berücksichtigt.
Bei dieser TTA-Methode wird ein Knochenschnitt senkrecht im vorderen Teil der Tibia(Unterschenkelknochen) angelegt.
Es werden spezielle Titankäfige verwendet um den abgetrennten Knochenteil wieder stabil zu verankern.
Dadurch wird der Ansatz der Patellarsehne nach vorne verschoben und somit die Rutschbewegung im
Kniegelenk zuverlässig verhindert.

Die Implantate müssen nicht entfernt werden.

Die TTA-Methode sorgt für eine schnelle Wiederherstellung des Patienten. 
Die meisten Hunde können schon wenige Tage nach der Operation das Bein belasten.