BLOGZeckensaison
Die Zeckensaison beginnt!

Rosa Mayrhofer

17.02.2021

Liegt die Temperatur für mehrere Tage über 7°C, dann werden sie aktiv…die Zecken.

 

Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist die häufigste Zeckenart in Österreich. Er ist ein sogenannter “Lauerer”. Das heißt, er klettert auf eine Pflanze hoch, wartet bis ein Wirt (Katze, Hund, Maus, Reh, Mensch,….) vorbeikommt und lässt sich auf diesen fallen. Die kleinen Blutsauger leben in Wälder und Wiesen, quasi überall. Zecken vermehren sich unheimlich schnell. Die Weibchen brauchen die Blutmahlzeit für die Eibildung und können zwischen 3000 und 5000 Eier legen.

 

Sie sind nicht nur lästig – die Parasiten können für unsere Haustiere auch gefährlich werden, da sie Krankheiten übertragen können. In Mitteleuropa sind vier verschiedene Infektionskrankheiten aufgrund von Zeckenstichen bekannt:

 

  • Die BABESIOSE, auch Hundemalaria genannt. Dabei handelt es sich um eine Infektion mit einzelligen Parasiten, welche die roten Blutkörperchen zerstören. Die Folge sind Blutarmut, Fieber und Gelbsucht.
  • Die ANAPLASMOSE, welche Symptome wie Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit und Gelenkentzündungen hervorrufen kann.
  • Die BORRELIOSE, eine Infektion mit einem schraubenförmigen Bakterium. Die Symptome sind ähnlich wie bei der Anaplasmose.
  • Die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) ist eine seltene Erkrankung des Nervensystems und kann zu Fieber, Schwindel und Ausfällen von Hirnnerven führen.

Aber für die Übertragung einer dieser Krankheiten, muss eine Zecke den entsprechenden Erreger in sich tragen und LANGE GENUG Blut am Wirt saugen!

Neben all den Facts über diese Blutsauger, interessiert uns natürlich am meisten, wie wir unsere Haustiere vor den Zecken und somit vor übertragbaren Krankheiten schützen können. Die Gefahr einer Krankheitsübertragung ist umso größer, je länger die Zecke ungestört saugt:

 

  1. Nach dem Freigang oder Gassi gehen, können die Tiere vom Besitzer auf Zecken hin untersucht werden. Wenn sie schon saugen, entfernt man sie am besten mit leichten Drehbewegungen. Falls der Zeckenkopf in der Haut verbleibt, wächst er meist nach einer gewissen Zeit heraus.
  2. Eine Behandlung mit Anti-Zeckenmitteln! Es wird zwischen Repellent (abstoßende Wirkung) und Akarizide (abtötende Wirkung) unterschieden. Meist sind die Präparate am Markt eine Kombination aus beiden. Es stehen Halsbänder, Spot-ons und Tabletten zu Verfügung. Die Wirksamkeit und Wirkdauer ist je nach Präparat unterschiedlich, aber eine regelmäßige Behandlung ist äußerst wichtig für einen geeigneten Schutz.

 

Vor allem vor Reisen ins Ausland sollte Ihr Haustier ausreichend vor Zecken geschützt sein. Das Team der Tierklinik Weistrach steht Ihnen hierfür zur Beratung zu Verfügung! “Vorbeugen ist besser als Heilen!”

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